Ablauf einer Aufstellung

Ablauf einer Aufstellung

Wie kann man sich den Ablauf einer Familienaufstellung mit Stellvertretern in der Praxis vorstellen?

Vor den Aufstellungen führe ich mit dem Klienten, ein ausführliches Telefonat, um das Anliegen zu erfassen und gemeinsam klar zu definieren. Manches kann leichter in einem vertrauten Gespräch erzählt und besprochen werden, als vor einer Gruppe. Die Teilnehmer werden somit durch detaillierte Vorgespräche nicht beeinflusst und / oder belastet und die Stellvertreter haben dadurch eine neutrale Haltung zum Anliegen.
Und es bleibt mehr Zeit für die Aufstellung selbst.

Ist das Anliegen klar definiert schildert der Klient dann vor der Gruppe nur ganz kurz worum es ihm geht. Ich schlage eine Vorgehensweise der Aufstellung vor und der Klient wählt Stellvertreter für Personen aus seiner Familie, sammelt sich kurz und beginnt dann die Stellvertreter gemäß seinem inneren Bild in den Raum zu stellen. Von außen kann er das Geschehen im Feld zunächst beobachten.

Dieses innere Bild, welches der Klient zur augenblicklichen Situation hat, zeigt sich im Außen. Die Stellvertreter beginnen zu spüren, wie es ihnen an ihrem Platz geht. Nach einer kurzen “Einfühlphase” nehmen sie die gleiche Körperhaltung ein, bekommen spezifische Symptome, fühlen, denken und sprechen sogar wie die Personen, für die sie gewählt wurden.

Ich begleite die Aufstellung ohne zu bewerten, mit Achtsamkeit und Absichtslosigkeit und bleibe nahe am Anliegen des Klienten. Sämtliche Informationen, die ich aus dem Feld wahrnehme, und die daraus resultierenden Impulse wie ich die Aufstellung weiter zu leiten gedenke, bespreche ich mit dem Klienten. Sein Wohl liegt ganz in meinem Fokus. Sichtbar werden zu lassen was ihn auf seinem Weg negativ beeinträchtigt und diese Blockaden mit Hilfe von Ritualen zu lösen.

Rituale haben eine ganz besonders intensive Wirkung. Sie sind symbolische Handlungen die den Leib mit einbeziehen und somit auf Muster, die im Unbewussten gespeichert sind einwirken.

Mittlerweile arbeite ich vermehrt mit “verdeckten” Positionen. Das heißt Stellvertreter werden, ohne zu wissen für wen oder was sie ausgewählt wurden, ins Feld gestellt und folgen ihren Impulsen. Der Klient kann das Geschehen am Rand, außerhalb des Feldes beobachten. Dadurch, dass die Stellvertreter noch nicht wissen für wen sie stehen, zeigt sich völlig ungefärbt und somit noch klarer das, was wirklich IST und wo die gesunde Lösung liegt.

 

 

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